Arbeit nach Rollen teilen
Ein Agent recherchiert, ein zweiter prüft und ein dritter bereitet die Übergabe vor. Jede Rolle erhält nur die Kompetenzen und Informationen, die sie tatsächlich benötigt.
Koordination kostet – und muss Nutzen bringen
Es muss klar sein, wer welche Aufgabe übernimmt, welche Informationen weitergegeben werden und wann Menschen eingreifen. Mehrere Agenten sind nur sinnvoll, wenn diese Aufteilung die Arbeit tatsächlich verbessert.
- klare Zuständigkeiten
- strukturierte Übergaben
- getrennte Prüfrollen
- menschliche Konfliktentscheidung
Jede Aufgabe braucht klare Regeln und eine zuständige Person
Für jede Aufgabe legen wir Eingang, Ergebnis und Verantwortung fest. Bei einer Übergabe werden nur die nötigen Informationen in einem vereinbarten Format weitergegeben.
- eindeutiger Auftrag
- minimal notwendige Werkzeuge
- begrenzter Fallkontext
- prüfbares Übergabeergebnis
- verantwortliche Person für den Ablauf
Geteilte Arbeit darf Risiken nicht vervielfachen
Mehr Rollen erzeugen zusätzliche Identitäten, Berechtigungen, Nachrichten und Fehlerpfade. Zugriffe werden deshalb pro Rolle vergeben; besonders wirksame Aktionen bleiben getrennt oder benötigen eine Freigabe.
Ein prüfender Agent ersetzt keine unabhängige fachliche Bewertung, wenn beide Rollen dieselben blinden Flecken, Quellen oder Modelle teilen.
Das Gesamtsystem wird an Übergaben und Störungen geprüft
Tests betrachten nicht nur jede Rolle einzeln, sondern auch verlorenen Kontext, widersprüchliche Ergebnisse, Wiederholungsschleifen, ausgefallene Werkzeuge und unerlaubte Auftragsausweitung. Abbruch- und Eskalationskriterien müssen auch dann funktionieren.
Änderungen an einer Rolle können nachgelagerte Rollen beeinflussen und erfordern deshalb eine erneute Ende-zu-Ende-Prüfung.
Wann mehrere Agenten gerechtfertigt sind
Eine Aufteilung ist sinnvoll, wenn Verantwortungsgrenzen, getrennte Zugriffe oder unabhängige Arbeitsschritte dadurch verständlicher werden. Für einen kurzen, linearen Ablauf erhöht sie dagegen möglicherweise nur Komplexität und Betriebsaufwand.
Wir beginnen mit der einfachsten Lösung, die die Aufgabe zuverlässig erfüllt und sich gut prüfen lässt.
Quellenhinweis
Die Architekturprinzipien leiten sich aus dem lebenszyklusbezogenen Risikomanagement von NIST und den BSI-Hinweisen zu generativer KI ab. Primärquellen geprüft am 11.08.2026.
Primärquellen
Offizielle Quellen, redaktionell geprüft am 11. August 2026.
- AI Risk Management FrameworkNational Institute of Standards and Technology (NIST)
- Artificial Intelligence Risk Management Framework: Generative Artificial Intelligence Profile (NIST AI 600-1)National Institute of Standards and Technology (NIST)
- Generative AI Models: Opportunities and Risks for Industry and AuthoritiesBundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)